Politische Bildung ist eines der Unterrichtsprinzipien in jeder Schulform Österreichs. Auch in der Volksschule soll bereits ein erstes Verstehen von Demokratie ermöglicht werden.
Deshalb haben wir die Kinder der dritten und vierten Klassen eingeladen, zwei Kinder zu wählen, von denen sie erwarten, gut mit ihren Anliegen bei den Lehrerinnen und Lehrern vertreten zu werden.

Die Kinder wurden ermutigt, sich „aufstellen“ zu lassen und für die eigenen Ideen mittels Wahl-Reden und Wahl-Plakaten zu werben. Wahlurnen wurden gebastelt und die Trennwände für Schularbeiten kurzerhand zu Wahlzellen umfunktioniert. So konnte jedes Kind am Wahltag seine Stimme persönlich und geheim abgeben.
Die Auszählung der Stimmen sorgte dann doch in so mancher Klasse nicht nur für Freude, sondern auch für Stress und Unmut. Jedes Kind hat erlebt: Das Ergebnis einer demokratischen Wahl deckt sich nicht unbedingt mit meiner persönlichen Meinung, es ist ein Kompromiss der vorhandenen Meinungen in meiner Klasse.

Es war für uns Lehrerinnen und Lehrer allerdings schön zu sehen, dass einerseits sehr viele Kinder recht selbstbewusst bereit waren, sich aufstellen zu lassen und die meisten dann trotzdem das Ergebnis der Wahl gut akzeptieren konnten, auch wenn sie selber die Wahl nicht gewonnen haben.
Die gewählten KlassensprecherInnen werden demnächst zu einem „runden Tisch“ mit Frau Direktor Pühringer eingeladen, um über gemeinsam umsetzbare Ideen und eine gute Schulhauskultur zu diskutieren und miteinander neue Projekte zu beschließen.







